Mitte des 19. Jahrhunderts etablierten sich christliche Missionare im Königreich der Buganda als politische Führer. Wie die afrikanischen Lehnsherren standen sie an der Spitze einer lokalen Gefolgschaft aus der von ihnen bekehrten Bevölkerung. Der heftige Wettbewerb, den sie sich untereinander lieferten, war die Folge ihrer unterschiedlichen nationalen Herkunft, ihrer geschäftlichen Interessen und zuletzt verschiedener christlicher Bekenntnisse. Die gestörten Machtverhältnisse hatten unter anderem drei blutige Bürgerkriege im heutigen
Uganda zur Folge, und es kam zu einer raschen Abfolge von vier Königen. Muslime, Katholiken und Protestanten lieferten einander einen Krieg um neue koloniale Besitzungen.