Das Aufflammen von Streiks im September 1945 bot den reaktionären Weissen die Gelegenheit, Unruhen zu provozieren und damit auch ein hartes Durchgreifen der Verwaltung gegen die antikoloniale Bewegung. in bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen rebellierenden Kamerunern und franzosen gewannen sehr rasch die mit Gewehren und Maschinenpistolen bewaffneten Franzosen die Obehand. Neben der Liquidation von afrikanern - etwa 60 bis 80 Todesopfer - war die Einschüchterung der Gewerkschaftsfunktionäre und ihrer europäischen Berater das wichtigste Ziel. Anders als bei den unruhen im Jahr 1955 stellte sich die Kolonialverwaltung in
Kamerun zwischen die Gruppen und entschied gegen die französischen Siedler, ohne freilich den Gewerkschaften sehr viel Unterstützung zu geben.